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Geschmolzenes Glas

 

 

Alles schimmerte wie Sonnenlicht durch Glas.

Eine neue Tür.", hast du leise geflüstert, doch für mich war sie von Anfang an nur anders. Ich bin ein Gewohnheitsmensch - das weiß niemand besser als du - und gerade deshalb fühlte ich mich unwohl, als ich das sanfte Schimmern sah, welches nur ein Wolf im Schafpelz war. Das wussten wir beide irgendwo, nicht?

Du bist aufgestanden, mit einem Lächeln im Gesicht, mit Freude in deinen Augen, weil du den Trümmerweg hinter uns im Kopf hattest und vor uns eine Zukunft gesehen hast, die heller war als die Schwärze aus der ersten Tür.

Dann wurden deine Bewegungen langsamer und alles geschah in Zeitlupe.

Hoffnung. Hoffnung ist manchmal schlimmer als Hoffnungslosigkeit. Der Unterschied ist die Fallhöhe.

Du bist in die Knie gegangen, als die Hoffnungslosigkeit kam.
Ich gab dir Hoffnung und du bist wieder aufgestanden, hast Flügel bekommen und bist geflogen, Sue.

   Flügel   


Ich sah dich manchmal mit Flügeln.
Nicht die Größten.
Nicht die Stärksten.
Aber die schönsten Flügel, die ich je gesehen habe.

 

Fallhöhe. Sie macht den Unterschied. Du bist gestürzt und lagst mit gebrochenen Flügeln auf dem Boden, der viel mehr als die Wahrheit war. Er war pechschwarz.

All diese Dinge geschehen in diesem einem Moment, in dem du aufstehst und zur Tür gehen willst, während ich noch auf dem Boden sitze und zu dir aufschaue. 

Ich habe der Tür nicht getraut.
Ich habe dir nicht getraut.
Ich habe uns nicht getraut.

Aber vor allem habe ich mir selbst nicht getraut.

 

Alles schimmerte wie Sonnenlicht, doch der Glanz verging, als ich die Augen öffnete und nur geschmolzenes Glas sah. In diesem einem Moment.

2 Kommentare Das Papier am 12.7.11 21:32, kommentieren

Geschafft

 

 

Ich ziehe dich an der Hand durch die dunklen Gänge. Mittlerweile kennen wir sie auswendig und selbst mit geschlossenen Augen würden wir den Weg finden. Dieselben Geräusche wie von alten Schuhen aus alten Filmen, die Wand ist noch genauso feucht und hinterlässt krümelige Rückstände an den Fingern. Wir ziehen an einigen Papierfetzen vorbei, die wir durch unseren schnellen Schritt aufwirbeln. Vor der dunklen Öffnung bleiben wir stehen. Es ist die Tür durch die du damals verschwunden bist, die mir noch immer Angst macht. „Bist du glücklich?“, frage ich dich mit keuchender Stimme. Du lächelst mich an und nickst mir entgegen. Ich schaue dir in die Augen und weiß genau, dass du die Wahrheit sagst – auch ohne Zettel. Der Raum bleibt ruhig, kein Beben, kein Blitzen, kein Zorn durchstreift die Gänge. „Wir sollten sie schließen. Wir brauchen sie nicht mehr. Sie führte uns ins Ziel und kann geschlossen werden.“ „Du hast recht, schließen wir sie.“

 

Zusammen legen wir unsere Hand auf die Klinke, so wie wir sie geöffnet haben. Ein kalter Schauer zieht über meinen Rücken, beim letzten Blick in die schwarze Leere hinter der Tür. Wir schließen sie mit festem Druck. Wir schauen beide gebannt auf die geschlossene Tür. Wir haben wohl beide etwas mehr erwartet. Ein Knall, eine Musik oder zumindest ein grollen der Papierfetzen. Doch es bleibt ruhig. Ich schaue dich an und es wirkt ein wenig heller in dem feuchten Gang. Der Geruch verändert sich, so als wenn man es morgens riecht, wenn es am Abend schneien wird. Du nimmst mein Gesicht in deine Hände, drückst mir einen Kuss auf die Lippen und machst anschließend eine Kopfbewegung, die mir sagen soll, dass wir wieder zurückgehen sollten. Wir laufen gemeinsam zurück in die große Halle und werfen noch mal einen Blick hinter uns. Die Tür hinter uns ist verschwunden. Nur noch schmutzige Steine, fest aneinander gereiht. Es ist, als wäre dort nie eine Tür gewesen. Ein friedlicher Geruch liegt in der Luft. Zettel fliegen ruhig durch die Gänge und kommen vor einem Schimmern zum liegen. Wir wissen beide, dass das eine neue Tür ist, die darauf wartet, dass wir sie öffnen. Einer der schwebenden Zettel fliegt uns vor die Füße. Wir können ihn von oben lesen ~ Bei der nächsten Tür, ist Angst überflüssig.~

 

   perfekt   


"In diesem Augenblick ist alles perfekt. Die Weichheit des Lichts, dieser feine Duft, die ruhige Atmosphäre der Stadt."

 

Ruhig laufen wir weiter in die Halle. „Ich liebe dich auch.“, flüster ich dir zu.

1 Kommentar Die Löwin am 28.10.10 20:38, kommentieren


Der Orchideengarten

 

 

 

Du schläfst und ich lächle. Es ist das Pulsieren, dass dich aufwachen lässt. Mit müden Augen schaust du zuerst in mein Gesicht und dann in die Halle, bis dein Mund leise murmelt:,,Was ist denn los?". Deine Augen öffnen sich ganz, weil du merkst, dass irgendetwas passiert, aber ich halte ruhig deine Hand und lächle weiter. Ich weiß, dass du für einen Augenblick mich schräg anschaust, als hätte ich den Verstand verloren.

,,Du weißt, dass dieser Ort nicht für Unwahrheiten gemacht ist." - die Zettel fangen wild an zu rascheln und die endlose Schwärze verdichtet sich. ,,Nichts bleibt lange erhalten.", füge ich hinzu. ,,Zumindest nicht Unwahrheiten.", deine Hand schließt sich fest um meine und ich behüte sie fest mit meinen.

,,Ich habe lange überlegt, was für eine Überraschung ich dir machen könnte.", fahre ich fort und denke an das Geschenk, was du mir gemacht hast. Den wundervollsten Schatz, den man jemanden schenken kann. ,,Und im Endeffekt hast du mich auf diese Idee gebracht.", das Pulsieren ist jetzt deutlich zu spüren, genauso wie ich deine Gänsehaut spüre. ,,Dieser Raum ist für keine Unwahrheiten gemacht. Doch was ist mit Wahrheiten?"

Langsam fängt es an: Ein Zettel nach dem Anderen richtet sich auf, rollt sich zusammen, fällt wieder zu Boden und richtet sich wieder auf. Jedes Mal bleiben sie etwas länger stehen, bis schließlich ein ganzes Meer aus Papier sich aufgerichtet hat. Die Schwärze verschwimmt, die Decke der Halle dehnt sich bis in die Unendlichkeit aus und das Pulsieren ist nun schon zu hören. Ich höre dich flüstern:,,Was machst du, Fero? Was machst du denn?", doch ich lächle weiterhin und mag die Überraschung nicht verderben.

Dann kommen die Farben. Die Hallendecke schnellt zurück und nimmt eine Mischung aus blauen und metallischen Farben an, die Zettel färben sich intensiv Grün. Und überall sind weiße, lilane und gelbe Farben. Einen Augenblick dauert ist, bis alles an Schärfe gewinnt und die Farben ihre endgültige Nuance erreicht haben, doch als der Raum seine Verwandlung beendet hat, kannst du nicht mehr auf dem Boden sitzen bleiben und stehst mit einem ungläubigen Blick in deinem Gesicht auf.

,,Du sagtest, dieser Ort wäre für Unwahrheiten nicht gemacht. Und deshalb habe ich die reinste Wahrheit genommen, die ich finde konnte und habe dir daraus diesen Raum erdacht.", erkläre ich. Überall sind Blüten, Orchideenblüten. Die schwarzen Zettel sind zu saftigen Gras geworden. Wir stehen in einem riesigen Gewächshaus, voller Orchideen. 

,,Ich weiß, dass du gerne solch einen Garten hättest und wenn du schon keinen richtigen haben kannst, dann wünschen wir uns eben einen und füllen diesen Raum mit unseren Wünschen.", auf unseren beiden Gesichtern strahlt ein warmes Lächeln. Es ist wunderschön, dich wieder lächeln zu sehen und es ist ein wunderschönes Gefühl, dass wir beide zusammen lächeln können. Es ist ein Gefühl, dass ich lange vermisst habe und nie wieder missen möchte.

,,Sue? Ich möchte dir noch etwas sagen."

 

  Herzenswahrheit 

Ich liebe dich,
so sehr ich kann.

 

1 Kommentar Das Papier am 1.10.10 20:30, kommentieren

Löwe und Bär

 

 

 

In der endlosen Schwärze des Raumes sitzen wir noch immer uns gegenüber, ich auf der einen Seite und du auf der komplett anderen Seite der Halle. Wobei eigentlich ich eher auf der komplett anderen Seite sitze. Du sagtest mal, dass man diesen Raum gestalten könnte, wie man möchte, doch nichts lange erhalten bleibt, weil dieser Raum nicht für Unwahrheiten gemacht ist.

Ich bin hinter der Tür verschwunden, weil dieser Raum nicht für Unwahrheiten gemacht ist und in mir zu viele davon waren. Ich bin verschwunden, um dir nicht weiter weh zu tun, um uns nicht weiter weh zu tun. Und irgendwann bin ich wieder zurückgekehrt, gebranntmarkt mit Buchstaben aus schwarzer Tinte.

Seitdem habe ich nur wenige Worte verloren. Es ist an der Zeit, das zu ändern.

Deine Augen sind matt auf den Boden gerichtet, auf dem sich die Zettel noch immer tummeln und ab und zu leise rascheln. Auch sie sind in letzter Zeit ruhiger geworden, als würde der ganze Raum das Gefühl zwischen uns aufnehmen. Ich mag dir erzählen, was mir auf der anderen Seite passiert ist.

~ Zuerst war da gar nichts. Endlose Schwärze, aber nicht diese sichtbare Schwärze in unserer Halle. Nein, hinter der Tür war es eine erdrückende Schwärze, durch die man nicht mal seine eigene Hand sehen konnte. Die Schwärze war zu ertragen, doch dann fing es an. Erst kam ein Rascheln, ein Zettelrascheln, dann begann das Flüstern, ein schlangenartiges Zischen. Viele Worte und Sätze weiß ich schon gar nicht mehr, doch die meisten finden sich auf meiner Haut wieder. Lügen, Unwahrheiten, die nur hinter der Tür ihren Platz haben, aber nicht auf dem Boden der Tatsachen. Irgendwann wurden die Stimmen lauter, Gelächter kam hinzu, Kritik, Behauptungen. Mir wurde schwindelig. ~

Ich schaue dich an und du wirkst noch immer abwesend. Aber ich sehe ein kleines Leuchten, irgendwo weit hinter den glasigen Augen. Ich erzähle weiter.

~ Dann wurde mir übel. Es war ein Gefühl, als würde mein komplettes Inneres nach außen gedreht werden. Als würde ich mich übergeben und alle Unwahrheiten würden ebenfalls meinen Körper verlassen. Du weißt, dass ich oft geschwiegen habe, wenn du mich Dinge gefragt hast. Ich habe geschwiegen, weil ich die Antwort nicht geben konnte. Weil sie dich verletzt hätte. Und im Endeffekt auch wohl mich selber. Die Stimmen nahmen an Lautstärke zu. Immer weiter, bis es ein Höllenlärm war und mein Kopf vor Dröhnen nicht mehr denken konnte. Dann habe ich es nicht mehr ausgehalten. Ich habe versucht, die Schwärze wieder zu verlassen, doch das ging nicht so leicht. Ich habe den Türgriff nicht mehr gefunden, bin auf Zetteln ausgerutscht, bin getaumelt, habe geweint, gelacht und habe fast den Verstand verloren. Bis ich irgendwann die Tür gefunden habe. ~

Wir schauen uns in die Augen und du flüsterst: „Du bist wieder da.", und ich nicke stumm und in diesem Augenblick dringt ein winzig kleines Leuchten aus meiner Hosentasche. Ich greife nach dem Kästchen und öffne es vorsichtig. Die Sonnenstrahlen erhellen die gesamte Halle und lassen wieder die Aurora an der Decke tanzen. Doch dieses Mal schauen wir beide nicht hin. Du schaust mich mit großen Augen an und ich schaue auf meine Hände und Arme.

Die Tinte verschwindet langsam, als würde das Sonnenlicht die Schwärze vertreiben. Stück für Stück lösen sich die Buchstaben in nichts auf, bis auf drei Worte. Sie halten sich hartnäckig und bewegen sich kein Stück. Wir schauen beide darauf und lächeln ein wenig. 

 

  Löwe und Bär 

Wir sitzen uns gegenüber,
ich bin nachdenklich wie ein Bär
und du kämpfst wie eine Löwin.

 

Das Papier am 27.5.10 10:33, kommentieren

Warme Sekunden 

 

 

 

Das Herz ist kalt von außen und innen ganz warm. Das Pulsieren dumpf, wie Unterwasser. Ebenso wellenartig dringt es nach außen und schallt durch die große Halle. Ich summe diese Melodie, die ich nicht mehr wirklich kenne und die mich doch seit Tagen, nein Wochen, begleitet. Noch immer kenne ich diese Zeichen nicht, du sprichst nicht darüber und musst es auch nicht. Die kleinen Härchen an meinem Körper richten sich auf. Meine Augen sind müde und schwer. Wärme, ich wünsche mir Wärme. Meine Sicht verschwimmt.

~ Der Rand ihres roten Kleides ruht auf ihrem Knie. Sie wischt sich mit dem linken Handrücken den Schaum von der Oberlippe, streift sich eine Strähne aus dem Gesicht, öffnet das kleine Buch mit fehlender Rückseite und beginnt den vor ihr liegenden Marktplatz zu zeichnen - so wie jeden Samstagnachmittag. Er beobachtet sie von dem schattigen Platz ganz hinten, während sie in der Sonne sitzt und ihr immer wieder eine dunkelblonde Locke über die Schulter fällt, die sie zurück streift. Sie zeichnet den Marktplatz jeden Samstag und trinkt einen Milchkaffee, außer bei Regen, hörte er sie irgendwann einmal einem Kellner erzählen. Jeden Samstag, denn auch wenn jedes Mal das gleiche passiert, so ist jeder Samstag anders und vielleicht ein Stück schöner. Jeden Samstag, sitzt der Obstverkäufer gelangweilt in seinem braunen Stoffstuhl, da er nie so schöne Erdbeeren haben wird, wie die leicht verrückte Dame neben dem Brunnen unter dem gelben Sonnenschirm. Auch das alte Ehepaar steht dort jeden Nachmittag mit jeweils einer Tüte Eis in der Hand. Er Schokolade, sie Zitrone, da es sie so an ihre Kindheit erinnert. Und doch, ist irgendwie alles anders. Sie möchte nichts verpassen, hörte er sie erzählen. Er hat sich in sie verliebt. Schon vom ersten Tag an. Und sie weiß, dass er da ist. Wie jeden Samstagnachmittag. Manchmal lächelt sie ihn kurz an, wenn sie aufsteht und das Café verlässt. Heute würde er sie küssen. Einfach so. Als er das klirrende Geräusch ihres Bleistiftes hört, nutzt er den letzt' möglichen Moment, steht auf, geht zu ihr, beugt sich nach unten und drückt ihr einen Kuss auf die Wange. Sie holt aus, schlägt ihm verärgert ins Gesicht und bevor sie oder er etwas sagen können, eilt sie davon. Zuhause angekommen, greift sie hastig zum Telefon und ruft aufgeregt ihre Cousine an. „Du glaubst es nicht!“, sie holt tief Luft, lässt ihr kleines Buch an den Tisch schlagen und seufzt laut. „Heute hat er mich endlich geküsst!“ ~

Ich zucke zusammen, blinzel und reibe mir einmal über die Augen. Kurz muss ich lächeln. Bis mir wieder diese unerträgliche Gänsehaut auffällt. Es scheint ruhig zu sein. Mein Herz voller Liebe und doch fehlt ein winziges Puzzleteil. Ich möchte Sommer haben, denke ich. Mit den Fingern fahre ich über einige Zettel. Das Pulsieren schreitet voran.

„Ich vermisse dich, Fero.“
, murmel ich leise über die Papierfetzen hinweg.

Die Löwin am 11.3.10 17:45, kommentieren

Dann dauert es nicht mehr lang

 

 

Die Wahrheit schmerzt. Das ist das Problem an diesem Ort. Ich weiß nicht, wie ich dir helfen soll, was ich tun kann, damit du wieder klarer siehst. Damit du mir erzählen kannst, was in die vorgeht und was passiert ist. Ich sitze still da, denn sobald ich auf dich zugehe, läufst du davon. Und ich will dich nicht verjagen. Lieber bleibe ich hier sitzen, wo ich dich sehen kann und irgendwie doch auf dich aufpasse. Es ist furchtbar kalt geworden. Ich wische mir eine Träne aus dem Gesicht und weiß einfach nicht mehr weiter. Jeder Versuch der Annäherung scheint zu scheitern. Die Zeichen an dir verwirren mich und machen mir Angst. Es ist viel passiert, denke ich und seufze dabei leise. „Fero, erinnerst du dich an das Sonnenlicht? An mein Geschenk für dich?“ Meine Frage hallt durch den Raum zu dir. „Du musst mir vertrauen.“, füge ich mit trauriger Stimme hinzu. Und zwischendurch weht ein Zettel durch die Kälte, die uns zu trennen scheint.

„Wir haben uns nie verloren. Nur verlaufen. Doch ich kenne den Weg. Wir müssen nur wollen. Und ich will.“

 

   Geduldig sein  

Was wir alleine nicht schaffen,
das schaffen wir dann zusammen.

1 Kommentar Die Löwin am 16.2.10 16:42, kommentieren

Getränkt in Wahrheit





Früher saßen wir immer nebeneinander, dein Kopf auf meiner Schulter und meine Hand durch deine Haare streichend. Wir haben vor uns hergeträumt, die Zeit vergessen, die Welt vergessen und vor allem die Realität vergessen, die zuletzt schmerzhaft um sich geschlagen hat.

Jetzt sitze ich zusammengekauert auf der anderen Seite des Raumes, Wortfetzen sprudeln aus einer unerschöpftlichen Quelle aus mir heraus und immer wieder schaue ich auf meine Haut, die mit tiefschwarzer Tinte gebranntmarkt ist. Überall sind Buchstaben, Wortfragmente und Satzbruchstücke. Du weißt nicht, wie sie dorthin gekommen sind und ich kann nicht mehr vernünftig sprechen, weil alles keinen Sinn mehr ergibt. Eine Welt ist zusammengebrochen.

Teilsprachlos

Ich schicke Worte ab, doch sie kommen nirgendwo an.



Ich würde gerne so viel tun, aber mein ganzer Körper zittert. Ich kann keinen einzigen Schritt auf dich zu gehen und wenn du dich mir näherst flüchte ich weiter zurück. In meinem Kopf ist ein Wirrwarr, eine Buchstabensuppe.

Ich habe keine Kraft mehr, bin über das Ziel hinaus geschossen und anstatt alles unter Kontrolle zu haben, sitze ich nun zitternd hier und fürchte mir vor allem.

Wann haben wir uns verloren?

Das Papier am 16.2.10 11:20, kommentieren