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Der Traumbringer

(Teil 5)





„Sei doch nicht so ungeduldig, Sue!”, sage ich lächelnd, während du vor Aufregung kaum auf dem Boden sitzen bleiben kannst. „Du hast mich aber neugierig gemacht!”, antwortest du mit gespielter Empörung und lächelst mich an. Ich liebe es, deine Neugier auszureizen, damit zu spielen und dich damit zu ärgern und du lässt dich auch noch leicht ärgern. „Das ist nicht fair! Ich habe auch nicht so ein großes Geheimnis daraus gemacht.”, die Ernsthaftigkeit bleibt in diesem Satz auf der Strecke. „Ich weiß, aber ich habe nie gesagt, dass ich fair bin.”, ein feistes Grinsen schleicht sich auf mein Gesicht und ich sitze weiterhin ruhig neben dir und schweige ein paar Momente lang.

„Schließ mal die Augen.”, flüstere ich und füge schmunzelnd hinzu: „Und nicht luschern!”.

Ich schließe mit dir die Augen und genieße die Stille in den Weiten der Halle. Manchmal hört man ein leises Rascheln von schwarzen Stoff, doch sonst ist es unglaublich still. Ich kann sogar deinen Atem hören und höre ihm ein wenig zu. Ich höre gerne Anderen beim Atmen zu, es vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. Letztens, vor einiger Zeit, da habe ich zwei Zettel gelesen - Du hast währenddessen geschlafen.


   Ich höre dir zu  

Ich lege mein Ohr auf deine Brust und
dein Herz schlägt im sanften Rhythmus.
Ich fühle mich lebendig.


   Du hörst mir zu  

Dein Kopf liegt auf bequemen Kissen
dein Verstand schwirrt leise durch den Raum
nie wieder willst du Töne missen
ergibst dich diesem stillen Traum.


Meine Gedanken treiben vor sich hin und ich schlafe fast ein, während du noch auf etwas Besonderes wartest. Langsam und lautlos stehe ich auf und verschwinde im Dunkeln. Ich verlange oft von dir Geduld und auch dieses Mal behälst du die Ruhe und wartest so lange auf mich, bis ich dich von deinem Warten erlöse.

Ich komme zurück aus dem Dunkeln, halte etwas in der Hand und setze mich wieder neben dich.

„Sue? Ich möchte mich revanchieren.”, flüstere ich und ein erster Ton entspringt dem Instrument in meinen Händen. Deine Augenlider entspannen sich etwas und fängst an zu träumen, als weiter Töne dem Ersten folgen. Ich singe nicht dazu, das kann ich nicht sonderlich gut, aber dir reicht das Gitarrenspiel. Manchmal summst du mit, wenn sich ein bestimmter Teil wiederholt, aber die meiste Zeit liegst du ruhig auf dem Boden, die Hände hinter dem Kopf verschränkt und schaust mit geschlossenen Augen der Aurora der Hallendecke zu.

„Fero? Weißt du was du bist, wenn du mir etwas vorspielst? Du bist ein Traumbringer. Immer wenn du spielst, fange ich an zu Träumen und vergesse die Welt. Du bist der Traumbringer.”, flüsterst du leise, als das Instrument nach einer Ewigkeit verstummt und schläfst träumend ein.

Das Papier am 2.2.10 14:42, kommentieren

Herzensbilder

(Teil 4)





Ein buntes Farbenmeer schwebt an der Hallendecke, die eigentlich ein Himmel ist. „Sue, das ist wirklich ein wunderschönes Geschenk.”, sage ich staunend und kann noch immer nicht begreifen, wie aus so einem kleinen Kästchen so viel Schönheit kommen kann. „Manche Dinge kann man nicht erklären, sie passieren einfach.”, erzählst du und hast dabei ein Lächeln auf den Lippen. „Fero, ich könnte ewig diese Lichter betrachten.”, deine Augen sind von der Aurora gefesselt. In diesem Augenblick löse ich mich von diesem Spektakel. Ich merke, dass mein Mund noch immer offen steht und schließe ihn mit einem leicht rot werdenen Kopf. Du kannst einfach nicht aufhören, an die Decke zu starren und das löst in mir etwas aus. Erst ist es nur ein juckender Gedankengang, so wie ein Mückenstich auf dem Rücken, doch dann entschließe ich mich zu etwas.

Ich schließe das Kästchen und das Licht stirbt.

Mit dem Licht stirbt auch dein Lächeln und du schaust mich fragend an. „Fero, warum machst du das?”, in deinem Blick liegt eine leichte Traurigkeit, fast so, als hätte ich dir weh getan. Meine Augen blicken sanft in deine und die Traurigkeit weicht etwas, wenn auch nicht ganz. Ein Flüstern schleicht sich aus meinem Mund. „Weil wir das nicht mehr brauchen.”, dein Blick formt sich zu einer Frage und ich gebe die Antwort dazu: „Die Nordlichter sind wirklich wunderschön, keine Frage. Sie sind wunderschön, meine Augen haben jeden einzelnen Farbton gesehen, jede einzelne Veränderung und ihre Schönheit in allen Zügen genossen. Doch jetzt brauche ich all das nicht mehr. Ich habe es schon gesehen und nun ist dieser Anblick, diese Erinnerung tief in meinem Herzen. Du hast mir ein schönes Geschenk gemacht, wenn nicht sogar das schönste und dafür bin ich dir unglaublich dankbar. Manchmal, da bin ich in solch einem Tief gefangen und sehe keinen Ausweg mehr. Aber jetzt kann ich mich jedes Mal in solchen Momenten an die Polarlichter erinnern. Sie werden mich aufheitern, ganz bestimmt. Die Bilder sind in meinem Herzen und deswegen brauchen wir sie nicht mehr sehen.”, erkläre ich und stecke das Kästchen in meine Hosentasche.

Endlich weicht die anfängliche Traurigkeit aus deinen Augen und das Lächeln kommt wieder zum Vorschein. „Das hast du schön gesagt. Und du hast Recht. Wir brauchen das alles nicht sehen, die Bilder sind nun in unserer Erinnerung.”, sagst du und betrachtest noch einmal die Hallendecke, die nun wieder ihre endlose Schwärze präsentiert. „Ich weiß, dass dort ein wunderschöner Himmel ist, genauso wie sich die Sonne oft hinter dicken und grauen Wolken versteckt. Die Sonne ist vielleicht nicht mehr zu sehen, aber sie ist noch da, genauso wie die Lichter.”, lächelnd kommen die Worte aus deinem Mund und mit ihnen fange auch ich an zu lächeln.

„Die Erinnerungen bleiben in unseren Herzen.”, flüstere ich wiederholend und schließe die Augen.

Du hast mir das schönste Geschenk dieser Zwischenwelt gemacht und nun möchte ich dir etwas zurück geben.

1 Kommentar Das Papier am 1.2.10 10:05, kommentieren

Aurora

(Teil 3)


 


„Lass mich dir helfen“
, sage ich und ich setze mich direkt neben dich. Deine Hände zittern leicht und deine Unsicherheit ist immer mehr spürbar. „Vertrau mir, Fero.“ Ich lege meine Hand auf deine und gemeinsam öffnen wir das Kästchen vollständig. Von der Helligkeit geblendet, kneifen wir beide die Augen zusammen. Noch nie, war in diesem Raum, der nicht mal einer ist, Licht vorhanden. Wir wissen nicht, ob es wirklich Wände gibt, ob der Boden überhaupt einer ist, ob der unendlich wirkende Himmel ein Ende hat. Ob Türen oder nicht vorhandene Fenster, überhaupt existieren und existieren können.

Ich öffne meine Augen als erstes. Mein Lächeln strahlt mit dem Sonnenlicht um die Wette. Der Raum ist hell erleuchtet, alles ist endlich erkennbar und zeigt sich in seiner wahren Schönheit. Der Boden der Tatsachen – ein Ort der Wahrheit und ein Ort, an dem Lügen nicht lange bestand haben können. „Wer sagt, dass Wahrheiten nicht schön wären. Sie sind, auch wenn manchmal schmerzhaft, am Ende die Besten, aller gesagten Dinge.“ Während ich das sage, greife ich nach deiner Hand. In der linken, hast du noch immer das strahlende Kästchen. Ich schaue zu dir und du hältst die Augen weiterhin geschlossen. „Fero, jetzt sieh' doch hin!“ Deine Augen öffnen sich langsam und versuchen sich an das Licht zu gewöhnen. Und dann wirkt dein Gesicht, wie das eines fünf Jährigen Kindes, welches zum ersten Mal in seinem Leben, einen riesigen Eisbecher vor sich stehen hat.

Um uns herum, tanzen unzählige Lichter. Farben, die man vorher noch nie gesehen hat. Als würde Jemand durch den Raum tanzen und mit bunten Tüchern um sich werfen. Keine Wände, keine kalten Steine und auch kein Himmel sind zu sehen. Der Boden fühlt sich warm an und um uns herum, schweben die bunten Lichter, wie die Polarlichter im eisigen Nichts. Dein Mund steht offen und ich muss dabei lachen. „Sue, das ist...“, und während sich deine Augen mit Tränen füllen, mein Lächeln immer breiter wird, stimme ich dir zu: „Ja, ich weiß.“ Aus dem Kästchen leuchtet weiter ungehindert das Sonnenlicht, welches den ganzen Raum erhellt und uns endlich zeigt, wo wir wirklich sind. Es funkelt, tanzt und windet sich in kleinen Schlingen aus dem Kästchen ohne dabei verloren zu gehen. Wir beide seufzen und schauen verträumt den Lichtern nach, die durch den Raum schweben und dabei keiner Farbe die Chance lassen, wirklich erkannt zu werden, da sie immer wieder ineinander verschmelzen.

Die Löwin am 26.1.10 10:56, kommentieren

Das Sonnenscheinkästchen

(Teil 2)





Mein Gesicht strahlt. Nein, es wird angestrahlt. In den Händen halte ich ein kleines Kästchen und in diesem Kästchen ist ein kleines Wunder. „Fero, das ist kein Wunder.”, schmunzelst du. „Das ist Sonnenschein!”, als wäre das die natürlichste Erklärung auf der Welt. Wasser wird im Winter zu Eis, Eisbären leben am Nordpol, getrennt von den Pinguinen am Südpol und Sonnenschein kann man in kleinen Kästchen aufbewahren. Völlig normal. 

Du sagst mir, du hättest vor kurzem mal einen Zettel gelesen, der dich an das Kästchen erinnert hat, das ich jetzt in meinen Händen halte. Auf dem Zettel stand folgendes:



   Ein Sprichwort der Taiga  

Wenn die Herzen stärker als die Sonne leuchten, bricht selbst das dickste Eis.


Du musst kichern und zeigst mir den Grund dafür: In der endlosen, schwarzen Halle werfe ich große Schatten an die Wände, die wie furchtbare Ungeheuer aussehen. In meinen Händen halte ich noch immer dein Geschenk. Bisher habe ich es nur einen Spalt breit geöffnet und das Leuchten ist jetzt schon heller als jedes Streichholz, jede Kerze und jede Lampe, die man sich vorstellen kann.

„Wie hast du es geschafft..?”, murmel ich in mich hinein. „Was geschafft?" „Na, den Sonnenschein einzufangen! Wie hast du das geschafft?”, du musst wieder schmunzeln. „Ach das..”, du machst lächelnd eine Handbewegung. „Nun, es kommt auf das richtige Kästchen und den richtigen Sonnenschein an.”, wieder erklärst du die Dinge, als wären sie das normalste auf der Welt und in deinen Augen sehe ich, dass sie für dich völlig normal sind. Ein Lächeln umspielt meine Lippen. „Natürlich geht es nicht mit jedem Kasten, ein kleiner ist gerade richtig - Sonnenstrahlen sind schwerer als man denkt! Und dann kommt es auf die Sonnenstrahlen an sich an. Da gehen nur ganz bestimmte. Stell dir einen Himmel voller Wolken vor und dann die Sonne, die ganz langsam durch das Wolkenmeer hindurchbricht. Genau diese Sonnenstrahlen müssen es sein. Es ist wirklich nicht einfach, genau diese einzufangen. Man muss wirklich die ersten Strahlen erwischen, aber dafür sind das auch die stärksten.”, dein Gesicht strahlt fast mehr als der Sonnenschein in meinem Kästchen.

„Magst du es gar nicht ganz öffnen?”, fragst du mich lächelnd. Einen Moment schaue ich dich stumm mit offenen Mund an „Du meinst..?” „Ich meine ganz. Ganz aufmachen.”, meine Augen wandern vorsichtig zu dem kleinen Holzkästchen und betrachen es vorsichtig und mit etwas Abstand. „Sue? Bist du sicher?”, frage ich und es ist die Unsicherheit, die aus mir spricht. Schon jetzt, obwohl der Kasten erst ein wenig geöffnet ist, strahlt der Sonnenschein schon so hell. Du fängst an zu lachen: „Was soll schon passieren?”

Was soll schon passieren? hast du gesagt und ich habe dir vertraut. Was danach passierte, kann ich kaum mit Worten beschreiben. 

1 Kommentar Das Papier am 26.1.10 09:01, kommentieren

Der Traumbringer


Es wirken mit:

Das Graben nach Glück - Ein kleines Kästchen - Ein Raum voller Licht - Ein Atemzug Vernunft - Und der Traumbringer


Prolog: Irgendwo dahinter

(Teil 1)




„Seit wann bist du so ungeduldig, Fero?“, sage ich mit ruhiger Stimme und grabe weiter mit den Fingern um den mit einer moosartigen Schicht bedeckten Stein. „Das wird wohl etwas dauern.“, seufze ich und meine Fingerkuppen nehmen langsam eine erdige Farbe an. 

„Anstrengende Tage, nicht wahr!?“ Du nickst mir zustimmend zu. Wir wissen, dass es unbedingt aufhören muss, da wir beiden die Einzigen sind, die sich in dieser Sache Kraft geben können. Niemand sonst. Vielleicht können andere uns einen Moment aufheitern oder wieder träumen lassen, so wie du es sagst. Aber Kraft geben, das können nur wir. Nur wir zwischen der Sache, die nur uns betrifft. Auch, wenn andere Dinge daran angrenzen, so bleiben bestimmte Dinge, doch nur eine Sache zwischen uns. „Im Kino, wir waren uns so nah.“ Während ich das sage, habe ich das Gefühl, dass du nur den negativen Moment danach siehst.

Weiter kratze ich Lehm und Erde, welcher sich um den Stein gesammelt hat, weg. Mit beiden Händen greife ich fest um den Brocken. Ich rüttel ihn hin und her, bis ich ihn endlich in der Hand habe. „Hier!“, strahle ich, drücke dir den Stein in die Hand und beobachte dein etwas enttäuschtes Gesicht. „Der passt aber nicht in meine Tasche.“ schmunzelst du und lächelst mich wieder auf diese eine Art und Weise an. „Keine Sorge.“ Ich schiebe mir die Ärmel meines Pullovers nach oben, lege mich auf den Boden und greife in das Loch, in dem vorher der Stein saß. „Irgendwo hier muss es sein.“, murmel ich und bekomme es schließlich zu fassen. „Ich fand es im Kino auch schön.“, fügst dem vergangenen Gespräch an.

   Unsterblich  

Ich habe ein Geschenk für dich, es ist das Beste was ich hab.



Ich ziehe meinen Arm aus dem Loch und halte ein kleines Kästchen in der Hand. Mit erstauntem Blick schaust du mich an. „Hast du es dort versteckt?“ Ich nicke und bekomme dabei einen leicht verbitterten Gesichtsausdruck. „Es ist für dich. Du musst gut darauf aufpassen. Es gibt es nur einmal und ist nicht ersetzbar.“ „Was ist es?“ Schweigend drücke ich dir den kleinen Kasten in die Hand. Ich lächel dich an und sage dir mit sanfter Stimme, dass du es öffnen sollst. Etwas zögernd greifst du den Deckel des Kästchens. Ein schwaches Licht ist zu sehen und je weiter du den Deckel abnimmst, desto heller wird es. Es ist ein angenehmes, warmes Licht. „Für dich.“, wiederhole ich leise.

Die Löwin am 25.1.10 14:19, kommentieren

   Wie wär' ein Leben ohne Sinn  

Wie ein Dieb der nicht stiehlt
Wie ein Wort das nicht zählt
[...]
So bin ich ohne dich
Du hältst mich, mir fehlt nichts

Die Löwin am 23.1.10 17:05, kommentieren

 Flaschendrehen




Die Füße zum Himmel und mit dem Kopf über den Zetteln. Du taumelst und ich kicher vor mich hin. „Das konnte ich mal besser.“, sagst du mit gequälter Stimme. „Das kann Jeder sagen!“ und weiter schmunzel ich vor mich hin. Deine Arme knicken ein und du rollst auf dem Boden umher. Du lachst, ich helfe dir wieder auf die Beine. Dein Kopf ist rot, vor Anstrengung. „War doch gar nicht so schlecht.“ und du klopfst dir den Staub von der Kleidung. Ich räusper und kassiere dafür einen Hieb in die Seite. „Nun du, dreh!“
Ich wische mir eine Träne von der Wange, die ich verloren habe, als ich deinen verzweifelten Versuch, einen Handstand zu machen, beobachtet habe. Ich drehe die Flasche und sie wirbelt auf den Zetteln umher. Es trifft mich und sonderlich überraschend ist es nicht. Wenn nur zwei Personen mitspielen, kann es nur eine fünzig-fünfzig Chance geben. Ein Spiel aus der Kindheit. Fast wie in dem alten Kino damals. „Wahrheit oder Pflicht?“ „Wahrheit.“ und ich klinge wirklich unbesorgt, weil ich deine Frage nicht kenne.
„Haben deine Gefühle nachgelassen? Durch den Abstand und die klare Entscheidung?“ Mir läuft es kalt den Rücken hinunter, da ich mich nicht traue wirklich zu antworten. „Sie haben sich verändert.“ Ich nicke dir zu und spreche weiter: „Ich kann nun damit umgehen und komme irgendwie langsam klar.“ Erleichtert über die Stille, füge ich den letzten Satz hinzu: „Ich würde sagen, dass ich dich nicht mehr liebe.“
Ein Knall. Die Kerze, die fast immer brennt, wird mit einem Mal ausgeblasen. Es ist stockdunkel. Zettel wirbeln wild umher. Man kann die Glasflasche an einer Wand zerschlagen hören. Der Wind pfeift in meinen Ohren und ich halte sie mir mit beiden Händen zu. Der Boden beginnt zu vibrieren. Das gleiche surren, wie in meinem Traum. Es Quietscht, dröhnt, alle denkbaren Geräusche kommen zusammen. Sie sammeln sich an einem nicht vorhandenen Ort. Ein Knall.
Alles ist still. Und als wäre nichts passiert, leuchtet auch die Kerze wieder. Ich streiche mir die Haare aus meinem Gesicht. Hinter dir sehe ich noch einige Papierstücke auf den Boden gleiten. Du schaust mich mit hoch gezogenen Augenbrauen an. Als wäre nichts gewesen, frage ich ohne dem drehen einer Flasche weiter: „Ähm, Wahrheit oder Pflicht?“ Und wenn ich mich nicht täusche, versuchst du dabei, dir das lächeln zu verkneifen.

1 Kommentar Die Löwin am 23.1.10 13:52, kommentieren