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Manchmal bin ich ruhig



 




Ich weiß nicht mal, wie lange du schon neben mir sitzt und meine Hände hälst. Ich weiß nicht, wann es angefangen hat oder ob es überhaupt einen Anfang gab, aber du tust es oft. Ich schweige dich an.

 

    Etwas, das du schon weißt  

Ich schweige immer, wenn es mir schlecht geht.


Du möchtest am liebsten, dass ich dir antworte, aber so leicht ist das nicht. Für mich ist das dann wie eine Mutprobe und zugleich eine auswegslose Situation. Ich erinnere mich an gestern Abend.

~ Ich stehe vor dem Kamin und lege meine kalten Hände vorsichtig zum Wärmen auf die Platten. Am Tisch sitzt mein Vater, meine Stiefmutter ist halb-sitzend auf dem Sofa, zwischen ihnen bestimmt drei Meter Entfernung und trotzdem reden sie beide auf mich ein. Ein Zwei-Seiten-Angriff. Irgendwann spüre ich nicht mehr die Hitze des Kamins, sondern nur noch traurig warme Tränen auf meinen Wangen. Später schlafe ich öfters ein und wache wieder auf. Mal mit Tränen und mal ohne. ~

 

   Was sie mich fragten  
und ich darauf antwortete

„Hast du denn eine Lösung dafür?“
„Ich habe keine Ahnung.“


 

Ich sehe diese Augen vor mir, die wie Steine aussehen. Das Echo deiner Frage hallt noch leise nach und auch wenn ich nicht reden kann, so kann ich zumindest handeln.
Ich umarme dich still und lasse die Tränen laufen, als würde der Vorrat an Flüssigkeit nie zuneige gehen.


Das Papier am 16.1.10 15:38

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