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Die Rückkehr





Du musst es sofort gehört haben, denn als sich nach ewig langer Zeit die Türklinke langsam, fast schleichend, bewegt, bist du hellwach und schaust mit großen Augen zur Holztür. Mehrere Mal wandert die Klinke ein Stück nach unten und schnellt dann wieder nach oben, als könne sie sich noch nicht ganz entscheiden, ob sie nun geöffnet werden möchte oder es doch lieber lässt. Du traust dich auch nicht, von außen etwas zu tun, kannst es gar nicht, weil dein ganzer Körper am Zittern ist und dir der Schweiß in Strömen den Rücken hinunterläuft und einen dunklen Fleck hinterlässt. Das Holz der Tür fängt an zu zittern und der Boden fängt drohend an zu beben, Zettel fliegen aufgeregt hin und her.

Die Türklinke wandert ganz nach unten und verharrt für einen Moment an dieser Stelle. Dann, ganz langsam und mit einem ohrenbetäubenden Quitschen der Schaniere, öffnet sich die Tür. Aber nicht ganz. Sie ist kaum bis zu Hälfte offen, da falle ich nach vorne über und lande mit dem Gesicht zuerst mitten im Raum.

Das nächste, an das ich mich erinnere ist, wie ich in deinen Armen liege und dein besorgtes Gesicht über mir. Ein kleiner Hoffnungsfunken ist in deinem Gesicht zu sehen, als ich die Augen öffne. „Endlich.”, stammelst du. „Wie lange war ich weg?”, frage ich, denn es ist die erste Frage, die mir in den Kopf kommt und du antwortest leicht seufzend: „Ein paar Tage.”. Mir stockt der Atem. Nur ein paar Tage? Mein Blick wandert zu Tür und ich drücke mich etwas fester in deine Arme. „Ist gut, Fero. Es ist alles wieder gut.”, versuchst du mich zu beruhigen, aber ich merke, dass in deiner Stimme eine große Verunsicherung ist. „Fero..? Was ist da drinnen mit dir passiert?”, fragst du nach einer langen Pause, in der die einzigen Töne das leise Rascheln von Zetteln waren. Dein Blick wandert an mir entlang und ich muss ihm folgen.

 

  Gezeichnet  

Am ganzen Leib waren Buchstaben,
tiefschwarz und überall.



Wir beide können nicht aussprechen, was wir da in diesem Moment sehen, du findest keine Erklärung dafür und ich kann sie dir nicht geben. Noch nicht. In bin in Wahrheit getränkt.


Das Papier am 14.2.10 13:57

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